Über diesen Blog

Es gibt Linke, die sich zuweilen recht heimatlos fühlen, denn:

  • Die Partei DIE LINKE richtet ihr Hauptaugenmerk immer stärker auf das parlamentarische Mitmachen mit dem Ziel einer Beteiligung an der Macht – auf allen Ebenen. Gemäß den Zwängen der gegebenen „parlamentarischen Demokratie“ verliert sie dadurch immer mehr an Profil.
  • Die Wirkung von Arbeitsgemeinschaften oder „Strömungen“ mit deutlichem linkem Selbstverständnis wie die Kommunistische Plattform (KPF) oder die Antikapitalistische Linke (AKL) bleibt marginal. Zugleich wächst im Bemühen um Abgrenzung zum Mainstream der Partei die Gefahr einer undifferenzierten Radikalisierung. Ein schlimmes Beispiel ist in meinen Augen die jüngste Erklärung des AKL-Bundessprecherrates (siehe auch nd vom 17.09.2014). Nein, dieser Text zu diesem Zeitpunkt ist trotz richtiger Teilwahrheiten keine „rote Hoffnung“. Im Ergebnis fühlen sich engagierte Linke dann auch in diesen Gruppierungen nicht mehr wohl und vereinsamen mehr und mehr.
  • Manche treten auch aus der Partei aus, bleiben aber mit Herz und Verstand links. Egal ob noch Parteimitglied oder nicht mehr, das linke Engagement der Vereinsamten, „Versprengten“ beschränkt sich mehr und mehr auf Leserbriefe, Kommentare auf linken Webseiten oder/und digialen oder klassischem Briefwechsel. Dabei ist das den meisten viel zu wenig.
  • Einen Ausweg auf dem Dilemma kann die Mitarbeit im „Rotfuchs“, in der Friedensbewegung und anderen linken Strukturen bringen. So gut und wertvoll diese Engagements sind, so wenig befördern sie eine gemeinsame Kommunikation.

Der Blog „Versprengte Linke“ (versprengtelinke.wordpress.com) will einen Ausweg aus dem Dilemma bieten – Kommunikation auf der Grundlage eines linken Selbstverständnisses und zugleich ohne jede Intoleranz gegenüber abweichenden Sichtweisen. Letzteres fällt den Linken zwar besonders schwer, wie alle historischen und aktuellen Erfahrungen belegen, ist aber für ein wirkliches Miteinander unverzichtbar – und nur ein wirklich solidarisches Miteinander kann und muss die Zersplitterungen unter den Linken auflösen helfen.

Dieser Blog soll frei bleiben von verbalen Attacken, Unterstellungen, Worthülsen aller Art und sonstigen Formen schlechten Umgangs miteinander. Kurzum, er muss den Bedingungen der Netiquette (siehe auch netplanet) ganz konsequent genügen. Zuwiderhandlungen werden nicht geduldet, verspricht

Rumpelstilz (rumpelstilz@gmx.de)

PS. Warum gerade „versprengte Linke“? Ich habe verschiedene Titel, die mir einfielen, auf ihre Verfügbarkeit geprüft und bei „versprengte Linke“ einmal zu viel auf die Enter-Taste gedrückt. Schon hatte ich den Zuschlag! Wenn jemandem ein besserer Titel einfällt, bitte melden! Ändern geht immer, kostet aber noch einmal erheblichen Zeitaufwand. R.

PS. Wer Lust hat, als Autor mitzumachen und noch nicht eingeladen wurde: Einfach eine Mail an Rumpelstilz schreiben!

Eine Antwort zu Über diesen Blog

  1. Kain Frosch schreibt:

    Nach Kenntnis des zwischen LINKEn, Grünen und SPD ausgehandelten Textes zum „Unrechtsstaat DDR“ ist die Erklärung des AKL-Bundessprecherrates vom 15.9.2014 voll und ganz berechtigt!

    Gefällt mir

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