Bundestagswahl – und was machen wir nun?

Gefunden im „Parteibuch„:

  1. Hallo Karsten!
    Selbst die treuesten Anhänger der sogenannten Altparteikader werden irgendwann einmal erkennen, dass die wesentlichen Ziele ihrer Motivation von den Idolen nicht mehr getragen werden.

    Ein grüner Aussenminister bestimmte eine kriegerische Außenpolitik von Deutschland wesentlich mit und verabschiedete sich von den Zielen der Partei aus den 70er Jahren! Das Hauptklientel wählt aber die Grünen wegen des Eintretens für Frieden und Umweltschutz. Letzteres führte auch nach einem Jahrzehnt Mitgliedschaft im Bundestag nicht zu einem Umdenken, weil bekanntlich die Wirtschaft bestimmt!

    Herr Gysi hat sich zum Beispiel offen gegen Assad gestellt und der Reichspropaganda vertraut.
    Er hat nicht gegen die Sanktionen für Syrien gestimmt, hat die illegalen Waffenlieferungen an die „Opposition“ nicht offen legen lassen, nicht nachgefragt, was Patriots und Tornados in der Türkei und jetzt in Jordanien machen,hat sich nicht gegen die Ausbildung von neuen syrischen Kräften in Willmerdorf ausgesprochen, hat die Rolle des Flottenhilfsschiffes Oker im Mittelmeer nie hinterfragt und jetzt auch nicht das Agieren von Bundespolizei und Bundesmarine im Mittelmeer.

    Und das ist nur die Syrienproblematik!

    Das hat mit der Friedenspolitik, wie wir sie in diesem „Forum“ besprechen, nichts mehr zu tun.

    Hier hat er die Linken und sich selbst disqualifiziert!

    1. Herbert
      Ich kann Dir nicht wirklich widersprechen. Allerdings gebe ich zu bedenken dass auch die Linken, wie wir alle, durch unsere Medien verblendet und desinformiert waren. Inzwischen sind die Linken beim „aufwachen“ und ändern diesbezüglich ihre Meinung und Politik. Es gab auch mal bei den Linken Diskussionen ob man nicht unter bestimmten Bedingungen Auslandseinsätze mittragen kann und sollte! Diese Diskussionen sind nun endgültig vom Tisch und erledigt nach den Erfahrungen mit Libyen und Syrien.

Auch andernorts harte Worte, aber bitterwahr:

Die so genannte Linkspartei ist für einen Marxisten nicht wählbar, weil sie ein Element der Herrschaftssicherung der herrschenden bourgeoisen Klasse in der BRD ist. Besäße sie systemkritische Eigenschaften und Ziele wäre sie längst erledigt. Ihre Funktion ähnelt jener der SPD, indem sie widerständige Kräfte einbinden, im Parteiapparat stilllegen und auf den sinnlosen Weg der Kapitalismusabschaffung oder -bändigung durch Parlamentarismus einschwören soll. In ihr finden sich jene Typen auf dem Weg nach oben wieder für die allein oben sein wichtig ist. Jede bisherige Regierungsbeteiligung der PdL zeigt das.Sie schafft die bislang wirksame Illusion durch rhetorische Mittel. Die Linkspartei will den Kapitalismus schöner tapezieren – mehr nicht.

Und was machen wir nun, wir Linken? Nichtwählen ist bekanntlich auch keine Alternative!

Was machen wir nun??? Ein guter Vorschlag vom Parteibuch:

 

Da da Wahlzettel in jedem Wahlkreis unterschiedlich sind, würde ich nicht für eine bestimmte Partei plädieren, sondern dafür, dass die Wähler sich die Personen, die auf ihrem jeweiligen Wahlzettel stehen, genau anschauen.

Da kann man dann zum Beispiel bei der Linken sehen, dass auf der Landesliste in NRW Kandidaten der Linke auf den Wahlzetteln stehen, die mit gegen den Terrorkrieg gegen Syrien mobil gemacht haben, während auf der Landesliste der Linken im Bundesland Berlin eher eine radikale Fraktion der Israel-Lobby zur Wahl zu stehen scheint. Aber in Berlin könnte es für die Linkspartei ohnehin eher um Direktmandate gehen, was heießen würde, dass es da darauf ankäme, wer im jeweiligen Wahlkreis für die Erststimme kandidiert.

Das ist zweifellos viel besser als der vieldiskutierte Vorschlag, alternativ die AfD zu wählen. Damit sie möglichst auf mindestens 51 % kommt. Also ich brauche kein neues 1933!

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