Schlimmer Zustand

Es scheint, als würden die aktuellen Probleme unserer Partei in Leserbriefen deutlicher angesprochen als in innerparteilichen Diskussionen. Hierzu nur drei Beispiele:

Besinnung ist geboten

Raimon Brete aus Chemnitz

War das Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern schon deprimierend, um so erschreckender die Reaktion des Spitzenkandidaten Holter, der umgehend und ohne innezuhalten sofort die Schuldfrage für die Wahlniederlage erklärte und gleich nach einer Regierungsbeteiligung rief.

Welch eine Arroganz und Weltfremdheit in der Beurteilung der tatsächlichen politischen Verhältnisse und Befindlichkeiten der Wählerinnen und Wähler. Der Landesverband setzt mit seiner mehr als oberflächlichen und an den Realitäten vorbeigehenden unkritischen Einschätzung der politischen Lage sowie Stimmungen noch eins drauf. Unter der Ägide dieser Spitzenfunktionäre erreichte die seit Jahren andauernde Talfahrt in der Zustimmung zur Politik der LINKEN bei den Bürgerinnen und Bürgern nunmehr ihren Tiefpunkt.

Aber man will so weiter wursteln und um welchen Preis auch immer sich an der Macht beteiligen. Kein Besinnen, keine Analyse, kein Blick auf die Lebensverhältnisse und Erwartungen der Menschen. Aber man hat schon ein Dreiergespann für Sondierungsgespräche benannt.

Aus diesem Grund habe ich diesmal die Tierschutzpartei gewählt, die das dringend nötiger hat als jemand, der es nicht versteht. Habe ich von vielen gehört, die ebenfalls enttäuscht von seinem Verhalten sind, real durchzublicken! Oberflächlichkeit bringt jedenfalls in unserem Land die PDS mit diesem Vertreter nicht weiter!

Wahldebakel

Wilfried Schubert aus Güstrow

Güstrow. Die Wähler haben es satt, dass die von Fritz Reuter formulierten Paragraphen 1 und 2 der mecklenburgischen Landesverfassung Allens bliwvt bin Ollen und nix ward ännert weiter gelten. Die Landtagswahl lässt die Alarmglocken schrillen. Die AfD, deren Programm Hass auf Flüchtlinge und Muslime bedeutet, erreichte 21,9 Prozent der Stimmen. Sie ersetzt die nicht mehr salonfähige NPD. Im Gegensatz zu den anderen Parteien traf die AfD den Nerv vieler Menschen. Dabei machen die 11000 Flüchtlinge in M-V gerade 0,5 Prozent der Bevölkerung aus. Keine Partei machte deutlich, dass die BRD mit ihrer Kriegspolitik, Zerstörung und Ausbeutung Mitverursacher der gewaltigen Fluchtbewegung und des IS ist. Augenscheinlich ist die Geschichtsvergessenheit der Linkspartei. Statt linker Profilierung und Konsequenzen aus dem Desaster in Sachsen-Anhalt zu ziehen, will sie Mitregieren und erhielt mit ihrem bislang schlechtesten Ergebnis, die Quittung. Sie wird kaum noch als Protestpartei wahrgenommen.

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