Benjamin fragt: Was denkst Du eigentlich über die DDR, und was sagst Du zu Stalin?

Wenn sich die Kreise schließen, ist noch Hoffnung… Selbst habe ich Sascha schon seit längerem lesen und schätzen gelernt (wenngleich ich zu Stalin etwas differenzierter formulieren würde). Nun also auch Benjamin. Danke, Sasche, dass Du Dir inmitten des Blog-Umzugsstresses die Zeit zum Antworten genommen hast!
Da muss man doch einfach rebloggen.

Nachtrag: Es gibt sogar einen eigenen Blog mit dem guten Untertitel „Was war die DDR?“

Sascha's Welt

Ein junger Leser wandte sich mit diesen Fragen an die Redaktion. Hier nun die Antwort von einem, der in der DDR geboren wurde und diese Zeit bewußt miterlebt hat:

Hallo Benjamin,
was denke ich eigentlich über die DDR? Nun, ich bin in der DDR geboren. Dieses Land war mein Vaterland. Ich habe hier gelebt, gelacht, gelernt, studiert, gearbeitet – kurzum: ich habe dieses Land mit allen seinen Mängeln und Fehlern geliebt. Ich war nie arbeitslos, denn bei uns gab es das nicht. Es gab auch keine Zukunftsangst, wie das heute bei vielen Menschen der Fall ist.

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7 Antworten zu Benjamin fragt: Was denkst Du eigentlich über die DDR, und was sagst Du zu Stalin?

  1. Peter Schäfer schreibt:

    Die DDR war in der Kommandowirtschaft erstarrt. Der Personenkult nahm erschreckende Formen an. Die Kreisleitungen waren Lehrnunfähig. Noch Ende August 1989 brüllte mich der Parteisekretär Dr, Urbach in Lobbe( Rügen) an , das sie mich aus der Partei rausschmeißen, aus dem Betrieb rausschmeißen und dafür sorgen würde, das ich nie wieder eine Arbeit bekomme. Grund: Ich wollte nicht zur Kreisparteischule nach Bergen. Grund: ich hatte den Abschluß der Sonderschule der Bezirksleitung von Halle in Naumburg 1984. Ergebnis:: ich begann die Kreisparteischule, die sich dann zur Wende auflöste. Zusammen mit einer Geschichtslehrerin haben wir dann denn Beweis erbracht, das die Lehrkörper Hohlkörper waren.

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    • Günter Hering schreibt:

      Hallo Peter,
      „Die Kreisleitungen waren lernunfähig“? Nur weil Dich der Dr. Urban anbrüllte und bedrohte? Ja, solche 150-Prozentigen gab es mehr als genug. Vor 1945 stellten sie die Blockwarte und Denunzianten. In den ersten Nachkriegsjahren warteten sie erst einmal ab, wie sich die Sache entwickelt. Später dann kamen sie zuhauf in die Partei und auch die zweijährige Kandidatenzeit konnte uns nicht vor ihnen schützen. Es war eine der wenigen Vorteile der „Wende“, dass wir sie plötzlich ganz schnell los wurden…

      Ja, auch in den Kreisleitungen waren sie zu finden, aber eben nicht nur. Von einem persönlichen Erlebnis auf alle SED-Kreisleitungen in der DDR zu schlussfolgern, finde ich unfair. Zumal die Rügener KL ja nicht in Lobbe, sondern in Bergen saß. Und mich dort anno 1962 als Kandidat aufnahm…

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    • Günter Hering schreibt:

      Noch ein Nachtrag zu Deinen Sätzen „Die DDR war in der Kommandowirtschaft erstarrt. Der Personenkult nahm erschreckende Formen an.“
      So pauschal passt es wunderbar zu BILD, aber bitte nicht auf diesen Blog! Die DDR hatte eine Planwirtschaft und in gewisser Weise ist das schon eine „Kommandowirtschaft“: Beschlossenes musste eingehalten werden, sonst hätte es arge Ungleichgewichte/Versorgungsdefizite gegeben. Aber vor dem jeweils aktuellen, beschlossenen Volkswirtschaftsplan mit all seinen Untersetzungen gab es Abstimmungsrunden bis hinunter zu den Betrieben…
      Ähnlich ist das mit den „erschreckenden Formen“ von Personenkult zu sehen. Bis auf die stehende Formel „seit dem 8. Parteitag“, die auf mich und viele andere eher lächerlich wirkte, hat mich zu DDR-Zeiten nichts Personenkultiges erschreckt.

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    • Paint it, Black schreibt:

      @ Peter Schäfer
      Deine Auslassungen fasse ich für mich unter der Rubrik „…den Mangel mit dem System verwechseln…“ zusammen.

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  2. Peter Schäfer schreibt:

    Zu Stalin Was hat Lenin mit den 56 Millionen gemacht ? Was hätte er Ohne sie gemacht ? Warum hat er sich von Stalin kaltstellen lassen ? Warum hat er nicht zu Lebzeiten Trotzki als Nachfolger eingesetzt ? Stalin hat die Menschen verheizt. Die Sowjetunion gewann gegen Deutschland trotz Stalin . Blinder Gehorsam, Gehorsam aus Angst und Gehorsam zum eigenen Vorteil haben bis zu seinem Tod Stalins funktioniert und seine Macht erhalten. Peter Die zukünftige humanistische Gesellschaft entsteht auf der Grundlage von Wissenschaft und Kunst .( Z.ZT.überdeckt Propaganda die Wahrheit und die Wirklichkeit ! )

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    • Paint it, Black schreibt:

      @ Peter Schäfer
      Das was du hier schreibst ist allerdings eine Mischung aus Unwissenheit und einem darauf basierenden moralischen Anspruch. Woher nimmst du dies Weisheiten?

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  3. Paint it, Black schreibt:

    Danke für den hervorragenden Beitrag von Sascha.

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