Halina Wawzyniak – Unerbitterliche Werbung um´s Wahlvolk…

Noch eine Alternative ?Als humanistisch fühlender Mensch muss man ja mittlerweile hartgesotten sein. Rückschläge ist man gewohnt, und in die Zeitung schaut man eigentlich nur, um die Haare zu bleichen…

Dieser Kommentar auf dem Blog von Halina Wawyniak hatte es allerdings zur Abwechslung mal wieder in sich:

Tach Halina,
als ehemaliges Mitglied der Partei DIE LINKE, habe ich mitbekommen, wie unsolidarisch und auch undemokratisch es innerhalb Deiner Partei zugeht.
Bürgerliche Parlamentarismus hat halt generell nicht besonders viel mit Demokratie zu tun, man könnte auch sagen rein gar nichts. Verschiedene Geschäftsordnungen, das Parteiengestz und nicht zuletzt die rückständige, hierarchische Struktur der Partei DIE LINKE ersticken basisdemokratische Entscheidungsfindung meist im Keim. Noch dazu werden auch bei der LINKEN, Funktionäre und die so genannten Volksvertreter nach und nach vom System korrumpiert.

Spalter, die nebenbei für gewisse Dienste arbeiten, tun ihr Übriges.

Mir ist völlig klar, dass Hartz IV nicht abgeschafft werden wird, selbst wenn die LINKE an die Regierung kommt, auch die Auslandseinsätze der Bundeswehr werden nicht beendet werden. Was z.B. Gysi vom Austritt Deutschlands aus der NATO hält, kann man ja schön bei Wikileaks nachlesen, was zwielichtige Mitglieder der Atlantikbrücke davon halten, kann man sich denken. Die jüngste Zustimmung der Bundestagsfraktion zu Schäubles Griechenland-Politik zeigt, dass DIE LINKE inzwischen in einem Maße rechts ist, dass sie für Demokraten unwählbar ist.

Und das werde ich auch nicht mehr tun. Nicht Dich, nicht den Pseudofriedenskämpfer, der für mich im Bundestag sitzt und sich nicht entblödet hat “Gaddaffi muss weg!” zu fordern, noch sonstwelche Heuchler, die an unserer erbärmlichen Demokratie-Simulation teilnehmen.

Die Erwiderung von Frau Wawzyniak war bestechend ehrlich:

irgendwie entspricht das zwar nicht den regeln, denn der kommentar bezieht sich nicht auf den ausgangsbeitrag. aber er spricht für sich, deshalb habe ich ihn frei geschaltet. nicht ohne noch hinzuzufügen: ich bin froh, dass sie die linke nicht mehr wählen.

An alle Protestwähler:

Noch Fragen ?

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4 Antworten zu Halina Wawzyniak – Unerbitterliche Werbung um´s Wahlvolk…

  1. Einsamer Sozialist schreibt:

    Die „junge Welt“ und das „neue Deutschland“ stellten das Buch „Weltmacht IWF“ bereits vor.

    Zeitsparender und – aufgrund der Spannung des Gespräches – eindringlicher ist es allerdings, sich dieses Gespräch anzuschauen:

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  2. Dr. Günter Hering schreibt:

    Frieden hat mehr verdient als einen Offenen Brief

    Zurück zum Thema (denn der IWF ist auch wichtig, lenkt hier aber eher ab)!
    Halina Wawzyniak hat ihren Beitrag überschrieben mit dem guten Satz „Frieden hat mehr verdient als einen Offenen Brief“ – um dann genau gegen diesen Satz anzuschreiben, denn sie will ja konkret nicht mehr, sondern sondern sie will nicht einmal diesen offenen Brief. Das ist, wenn man sich durch die vielen, vielen Worte ihres Beitrages nicht benebeln lässt, zutiefst unehrlich!

    Es geht natürlich auch nicht ohne Ausgrenzerititis: Halina wünscht sich zwar Aktivitäten „der viel beschworenen Friedensbewegung (und ohne den sog. Friedenswinter) – aber bitte ohne andere Friedensakteure.

    Peinlich wirkt auf mich auch das fehlende eigene Engagement, das durch Krittelei ersetzt wird:
    * „Warum wird nicht versucht…“
    * „Wäre es nicht sinnvoller…“
    * „Nichts davon passiert. Es wird auch nicht versucht.“
    Ja zum Teufel, Halina, wenn Du es besser kannst, warum machst DU es dann nicht besser?

    So aber, aus der Beckmesser-Ecke heraus, kann man Sätze wie diese nur als (unbeabsichtigte) Selbstkritik verstehen:
    * „Die Einseitigkeit in der Argumentation führt im Übrigen nicht dazu, dass Glaubwürdigkeit entsteht“.
    * „Der Frieden hätte etwas besseres verdient als diesen Offenen Brief.“
    * „Mit der Notwendigkeit von Frieden spielt mensch nicht. “
    Eben! 1727 Worte, 11838 Zeichen nur Ablehnung einer Friedensinitiative – Deine Kritik, Halina, hättest Du in weniger als hundert Worte fassen und die so gewonnene Zeit nutzen können, um mitzumachen, damit es besser wird!

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  3. Einsamer Sozialist schreibt:

    Warum schreibt der Autor diese sinnvollen Anmerkungen nicht an das Büro von Frau Wawzyniak ?

    Und am besten gleich mit an ihre mecklenburgischen MdB´ Kollegen aus Mecklenburg..

    Die würden sich da bestimmt sehr drüber freuen !

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    • Dr. Günter Hering schreibt:

      Weil es nicht lohnt, Einsamer Sozialist!
      Warum es sich nicht lohnt? Die folgende Geschicht über den Aufruf, die „junge Welt“ zu boykottieren, illustriert es (Auszug aus einem Interview der jW mit Linda Block):
      Und wer sind »die Leute«, die sich über einen Erfolg gefreut hätten…?
      Zu den bekannten gehören Halina Wawzyniak, Klaus Lederer, Mark Seibert …
      … die stellvertretende Linke-Bundesvorsitzende, der Berliner Landesvorsitzende und der Internetbeauftragte des Karl-Liebknecht-Hauses, der beim Bundesschatzmeister angestellt ist – den Kopf hinhalten muß eine Schülerin, die erst seit kurzem politisch engagiert ist …
      Die haben gewußt, was passiert, ich nicht. Halina wollte nicht ins Impressum. Sie meinte, dann würde das Ganze in einem falschen Licht stehen und in Verruf geraten. Dann lieber eine »Unbekannte«
      .
      Ganz lesen unter http://jungeweltsoli.blogsport.de/2011/10/22/ich-verstehe-immer-mehr-was-in-dieser-partei-passiert/

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