Das wollen Linke sein?

Heute erhielt ich von egali2  dieses Foto einer Protestaktion der Linksjugend gegen „Besorgte Eltern“ in Dresden (von egali2 übernehme ich auch einige der nachstehenden Sätze).

Das große Transparent ist ja zu unterschreiben, aber gibt es jemanden, der sich auch mit den Schildern identifizieren kann, die dort hochgehalten werden ?

Für diejenigen, die etwas schlechtere Augen haben, erlaube ich mir diese kurz aufzuschreiben, obwohl es mir widerstrebt, einen solchen Schmarrn zu notieren :

  • Porno statt Adorno
  • Rudelfick statt Physik
  • Muschi, Pimmel, Regenbogen, so wird ein Kind erzogen

Weiter hinten stehen weitere unappetitliche Plakate, die kann allerdings auch ich nicht mehr dechiffrieren.  Wahrscheinlich ist es auch besser so…

Linksjugend_in_DresdenZuerst dachte ich ja, die zitierten Texte könnten doch wohl nur ironisch gemeint sein. Aber das große Plakat im Vordergrund sagt eindeutig, dass auch die anderen Plaktate ernst gemeint sein müssen.

Nein, dass ist nicht die Partei, in der ich – noch! – zu sein glaube. Kipping, Riexinger, Gysi und andere, übernehmen Sie!

Wie wohlklingend hört sich dagegen die Rede von Jürgen Elsässer auf der Demo gegen Frühsexualisierung von Kindern – 15.11.2014 in Dresden an!

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Eine Antwort zu Das wollen Linke sein?

  1. Sven Harmgart schreibt:

    Dieses Foto war auch schon kurz auf der Facebook-Seite der Bundespartei »DIE LINKE.« zu sehen, wo ich es kritisierte. Aber nicht wegen der Sprüche im Hintergrund sondern wegen des Satzes: „Bei uns kannst Du sein, wie Du bist.“

    Diese Aussage auf dem Transparent mag vielleicht innerhalb der Linksjugend in Sachsen gelten, sie gilt aber keinesfalls innerhalb der Partei. Und da helfen auch nicht Riexinger, Kipping und Gysi (und seit neuestem auch Ramelow). Sie sind nicht Lösung sondern Teil des Problems.

    Die Eskalation auf dem Göttinger Parteitag hätte ein Weckruf sein müssen, um endlich einmal genauer zu betrachten, warum es in der Partei so viele gegensätzliche Strömungen gibt. Man hätte den Streit offen zu Ende führen müssen, anstatt ihn unter den Teppich zu kehren aus Angst sich selbst zu zerlegen.
    Aber dieser innerparteilicher Konflikt, der auch ein Konflikt der Weltanschauungen ist, lässt sich nun mal nicht per Gysi-Rede verbieten. Er schwelt weiter vor sich hin und führt dann letztlich zu zweifelhaften Ergebnissen wie einer Präambel in einem Thüringer Koalitionsvertrag.

    Ich wollte mich innerhalb der »Linken« niemals von einer der parteiinternen Strömungen vereinnahmen lassen, musste aber feststellen, dass, wenn man etwas in dieser Partei bewirken will, nichts ohne Fürsprecher und Vitamin-B wird. Und wehe man sagt etwas gegen die DDR einerseits oder Opprtunismus andererseits, dann steht man ganz schnell allein da.
    Im Programm der Partei wird zwar mehrfach der Begriff »Emanzipation« verwendet, ich habe aber große Zweifel, dass eine Mehrheit der Parteimitglieder im Osten die Bedeutung dieses Begriffs tatsächlich verstanden hat.

    Jedenfalls kann ich mir nicht anders erklären, dass die Akzeptanz des Begriffes „Unrechtsstaat DDR“ anscheinend zu keinem innerparteilichen Aufschrei führt. Nicht falsch verstehen: Ich kritisiere die DDR-Verhältnisse durchaus scharf, aber der Propaganda-Begriff „Unrechtsstaat“ hat eine andere Qualität und diesen zu akzeptieren und durch die Verwendung in einem Koalitionsvertrag zu legitimieren, müsste sich eigentlich für jeden wirklich »Linken« verbieten.

    »DIE LINKE« hat sich hier selbst einen Bärendienst erwiesen. Die Diskussion um die DDR-Geschichte ist damit keinesfalls beendet, aber jedesmal, wenn dieses Thema in der Zukunft wieder hochkommen wird, wird es heißen: „Aber Sie haben doch die Formulierung „Unrechtsstaat DDR“ im Thüringer Koalitionsvertrag akzeptiert.“

    Ich habe seit ca. einem Jahr darüber nachgedacht, aus der Partei auszutreten, und habe diesen Schritt vor einigen Wochen vollzogen. Mit den Ereignissen der letzten Monate hat die Partei »DIE LINKE« in meinen Augen ihre politische Kompetenz endgültig verloren.

    Zwirni

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