Immer noch schlimmer

Manchmal muss man nicht selbst bloggen. Manchmal braucht es keine Wertung, denn die Fakten selbst sind gruselig genug. Lest bitte die nachstehend zitierten Artikel – aber bitte fallt darüber nicht in eine tiefe Depression. Es läge zwar nahe, aber es würde nur unsere politischen Gegner erfreuen!

  1. Junge Welt schreibt bei der New York Times gegen Trump ab
  2. Vereint mit Kriegstreibern Trump zum Feindbild machen?
  3. Das naive Hirn durchblasen
  4. Nur noch ein Detail: Die unbelegte, Trump belastende Behauptung, bzw. die willkürliche Interpretation der Frage, die unterstellt, er wolle Atomwaffen einsetzen, kommt aus dem Spektrum von Medien und Geheimdiensten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, einen Präsidenten Trump zu verhindern. US-„Kommunisten“ und die „marxistische“ Tageszeitung „junge Welt“ (jungewelt.de) aber transportieren die unbelegte Behauptung als Tatsache. Welche Schlüsse sind daraus zu ziehen?

Ja, welche Schlussfolgerungen bieten sich an? Ist die Bemerkung von Knut Mellenthin hilfreich („ Ich scheiße dir doch auch nicht auf die Fußmatte.  (Knut Mellenthin, jW-Autor, als Antwort auf die Zusendung des Artikels “Vereint mit Kriegstreibern Trump zum Feindbild machen?”)? Oder sollte man von der JW zur Linken Zeitung und zur Neuen Rheinischen Zeitung wechseln? Wichtig ist wohl vor allem, miteinander zu kommunizieren, wie Aschenputtels Tauben immer aufs Neue die guten und die verdorbenen Körner zu trennen. Ganz im Sinn von Julius Fucik: „Seid wachsam!“

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Das erste Mal im Knast – Kommunistenverfolgung in der BRD

Du und ich und wir, wir sollten solidarisch sein und den Bitten des Genossen Ackermann entsprechen.

Sascha's Welt

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Der das hier schreibt, ist ein Kommunist, so einer wie Max Reimann und Dutzende andere auch, die in der BRD die Ideen von Karl Marx und Friedrich Engels, von W.I.  Lenin und J.W. Stalin und den damals noch real existierenden Sozialismus verteidigten. Nach 1945 waren in Westdeutschland alte Nazis und Kriegsverbrecher, wie Oberländer und Globke, Freunde und Förderer der SS, wie Ambros und Bütefisch, sowie ungezählte Nazijuristen wieder in führende Positionen gelangt. Und wieder wurden, wie zuvor bei den Nazis auch, die Kommunisten bespitzelt, verfolgt und in den Knast geworfen. Am 11. Mai 1952  erschoß die Polizei den Jungkommunisten Philipp Müller. Es war nicht leicht, Kommunist zu sein, in dieser Zeit, nachdem am 17. August 1956 in Westdeutschland auf Betreiben der Adenauer-Regierung die Kommunistische Partei Deutschlands verboten worden war. Auch heute noch kämpft er mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln gegen Krieg und Faschismus, für Frieden und Sozialismus:Günter…

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Das unterschreibe ich auch!

Es gibt eine Petition an den Bundestag, künftig eine Verbindung aus Deutschlandlied und »Auferstanden aus Ruinen« zu singen. »Die jetzige Hymne klingt schleppend, gerade zu einschläfernd «, schreibt der Antragsteller, wohingegen die Hymne der DDR »hoffnungsvoll und antreibend« sei. Der Mensch ist kompromissfähig: Von der DDR-Hymne sollen nur die ersten zwei Strophen gesungen werden, während »Einigkeit und Recht und Freiheit« als dritte dienen soll. Bis zum 1. März kann die Eingabe unterzeichnet werden. Wenn 50.000 Unterschriften zusammenkommen, würde das Anliegen im Petitionsausschuss des Bundestages öffentlich beraten werden. Damit sieht es gegenwärtig noch mau aus: Bis Mittwoch hatten erst gut 30 Menschen den Vorschlag unterstützt. Deutschland behält also die Hymne, die es verdient (Text nach André Scheer).

https://www.openpetition.de/petition/online/nationalhymne-einfuehrung-der-ehemaligen-ddr-hymne-ersten-beiden-strophen-mit-dem-text-der-aktuellen

 

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Solidarität ist unsere Stärke – sie zu verweigern unsere Schwäche! Günter Ackermann wird von antikommunistischen Anwälten mit „Erzwingungshaft“ bedroht!

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ZEIT – Fälscher

Vor einigen Tagen erhielt ich von einem lieben Freund eine kurze Mail mit angehängtem Bild:

mir wurde folgendes Material zugestellt, welches echt schlimm ist und hoffentlich auch den letzten die Augen öffnet. Die beiden Zitate sprechen für sich!!!

trumphitlerrede2

Diese absolute Übereinstimmung beider Texte ließ mich zweifeln. Auch wenn die Medien uns mit vorangegangenen Plagiatsvorwürfen (Trumps Frau kopiert eine Rede von Michell Obama; Trumps Torte zur Amtseinführung ähnelt zum Verwechseln derjenigen von Obama) eingestimmt hatten – wie kann es sein, dass ein ins Amerikanische übertragener deutscher Ausgangstext nach seiner Rückübersetzung ins Deutsche absolut identisch ist mit dem originalen Hitler-Text – mit der Ausnahme, dass „deutsch“ durch „amerikanisch“ ausgewechselt wurde?

Bei ZEIT online fand ich den Beitrag, der mit dieser merkwürdigen „Rückübersetzung“ schließt. In diesem Beitrag fand ich noch eine andere Merkwürdigkeit: einen Link auf die vollständige Rede, die sich beim Lesen dann aber (zunächst) eben doch nicht als vollständig erweist – was man im Vergleich zur wirklich vollständigen Rede mühelos feststellen kann. Sollte durch die Unvollständigkeit bei ZEIT online (aktuell korregiert) beim Leser der Eindruck entstehen, der fehlende Schluss sei eben das Zitat am Ende des bewussten Beitrages?

Kurzerhand mailte ich die ZEIT wie folgt an:

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrem o.g. Artikel
(http://www.zeit.de/2017/05/donald-trump-politische-kommunikation-rhetorik-sprache)
gibt es einen Link auf die vollständige Rede
(http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/rede-amtsantritt-donald-trump-inauguration-komplett),
die dort aber doch nicht vollständig wiedergegeben ist, und – weitaus
schlimmer – im o.g. Artikel zwei Zitate aus der Trumprede. Das zweite
Zitat, ganz am Ende des Beitrages, beginnt mit den Worten “ „Wir wollen arbeiten, aber das Volk selbst, es muss mithelfen…“. Das finde ich weder in Ihrem Link zur (nicht ganz) vollständigen Rede und auch nicht in der dpa-Übersetzung der Trumprede (siehe u.a.
https://www.tagesschau.de/ausland/trump-rede-111.html).

Wenn man aber ein wenig googelt, dann findet man Ihren Schlussabsatz als Teil einer Hitler-Rede (10. Februar 1933):
http://stefanjacob.de/Geschichte/Unterseiten/Quellen.php?Multi=68

Was ist da in der ZEIT-Redaktion passiert???

Zu meiner Verblüffung erhielt ich eine offenherzige Antwort vom Autor des ZEIT-Artikels:

Sehr geehrter Herr Hering,

oh – das tut mir leid, wenn ich hier undeutlich gewesen sein sollte. Natürlich verwendet Trump nicht Hitlers Rede, das ist klar, ich wollte nur veranschaulichen, wie nah sich die Reden in Themen und Rhetorik sind. Entschuldigen Sie bitte, wenn ich Sie auf die falsche Fährte geführt habe.
Viele Grüße
Adam Soboczynski
DIE ZEIT
Adam Soboczynski
Ressortleiter Feuilleton
Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG
Buceriusstraße / Eingang Speersort 1
20095 Hamburg

 

Als ich Freunden und Bekannten die Texte und die Antwort des Ressortleiters zeigte, waren sie genau so entsetzt wie ich und sagten nur fast gleichlautend: „Das geht doch nicht! Das geht doch gar nicht!“

Statt die für mich ungeheuerliche Fälschung irgendwie werten oder kommentieren zu wollen, bleibt für mich nur eine Frage: Welchem Medium kann man noch trauen? Ich kenne nur noch zwei, die mich bislang noch nie enttäuschten, sondern mit ihrer faktenbasierten und quellendokumentierten Schreibe immer wieder überzeugen: RT deutsch und „Ein Parteibuch„.

Man könnte den Herrn Ressortleiter aber auch (etwas!) in Schutz nehmen: Immerhin äußerte sich sein Chef, Zeit-Herausgeber Joffe dahingehend, dass  „Mord im Weißen Haus“ ein mögliches Mittel zur Amtsenthebung von Trump sein könne…

Anhang

Zur Deutlichkeit hier noch einmal der Textausschnitt der Hitler-Rede, den die ZEIT so in ihren Artikel einbaute, dass jeder arglose Leser annehmen muss, es sei ein Ausschnitt aus der Trump-Rede (Die Änderungen=Fälschungen sind wie folgt gekennzeichnet: originaler Hitler-Text blau, ZEIT-Fälschung rot):

Wir wollen arbeiten, aber das Volk selbst, es muß mithelfen. Es soll nie glauben, daß ihm plötzlich Freiheit, Glück und Leben vom Himmel geschenkt wird. Alles wurzelt nur im eigenen Willen, in der eigenen Arbeit. Glaube niemals an fremde Hilfe, niemals an Hilfe, die außerhalb unserer eigenen Nation, unseres eigenen Volkes liegt. In uns selbst allein liegt die Zukunft des deutschen amerikanischen Volkes. Wenn wir selbst dieses deutsche amerikanische Volk emporführen zu eigener Arbeit, zu eigenem Fleiß, eigener Entschlossenheit, eigenem Trotz, eigener Beharrlichkeit, dann werden wir wieder emporsteigen – genau wie die Väter einst auch Deutschland Amerika nicht geschenkt erhielten, sondern selbst sich schaffen mußten.

 

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Demokratieabbau bei den LINKEn?

Der Landesverband DIE LINKE (genauer gesagt, der Landesvorstand) in Mecklenburg-Vorpommern schlägt vor, die Landessatzung in wesentlichen Punkten zu ändern, siehe landessatzung_aenderungen_lv_2017.

Aber nicht im Sinn von mehr Mitbestimmung, Abbau von Ämterhäufung usw., sondern im Gegenteil – es soll offenbar ein weiterer innerparteilicher Demokratieabbau erfolgen.

Hierfür nur zwei Beispiele:

  • Bislang entscheidet der Landesparteitag über die Zulassung von landesweiten innerparteilichen Zusammenschlüssen. In Zukunft soll das dem alleinigen weisen Wirken des Landesvorstandes übertragen werden (§ 4).

    Durch diese Änderung entsteht die große Gefahr, dass vom Landesvorstand zu kritische erscheinende Zusammenschlüsse nicht mehr anerkannt oder entsprechend diszipliniert werden.

  • Bislang wurde der Landesgeschäftsführer auf dem Landesparteitag gewählt. In Zukunft darf sich der Landesvorstand seinen Landesgeschäftsführer selbst aussuchen (§ 12).

    Man überlege mal bitte, dass der Landesgeschäftsführer in völliger Abhängigkeit des Landesvorstandes steht, wenn dieser ihn wählt oder abwählt. Wie soll da eine kritisch-unabhängige und mitunter auch unpopuläre Maßnahmen durchgesetzt werden? Vom Demokratieverlust der Mitbestimmung der Delegierten ganz abgesehen.

Insgesamt können diese Änderungsvorschläge den Auftakt bilden, um den Parteitagsdelegierten – und damit der delegierenden Basis – schrittweise ihr Mitbestimmungsrecht zu entziehen.

Wenn solcherart die Legimität eines Parteitages in Frage gestellt wird, dann kann man ihn auch weitgehend abschaffen und dem Landesvorstand die gesamte Entscheidungsbefugnis übertragen.

Wird es ein ausreichendes Aufbegehren geben?

Dank für den Hinweis auf diesen Sachverhalt an CH.
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Neujahrsgrüße aus Venezuela

Ausgerechnet aus Venezuela, wo unsere MitstreiterInnen enorme Probleme im Lande zu bewältigen haben und  ständigen imperialistischen Angriffen ausgesetzt sind, kamen diese Neujahrsgrüße auch nach Deutschland:

camaradasdefinitivo

Es ist, wie es ist und wie es mir ein lieber Freund schrieb:

“ Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen.“ Friedrich Schiller

Dank an Carsten Hanke!

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